Filmplakat

Themba (Bildnachweis: Alpha Medienkontor)© Alpha Medienkontor

Themba - Das Spiel seines Lebens

Stab und Besetzung

Originaltitel: Themba. Kinostart: 05.08.2010 (DE). Verleih: Alpha Medienkontor (DE). Länge: 105 Min. (FSK) bzw. 108 Min. (Presseheft). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: -

Regie: Stefanie Sycholt. Drehbuch: Stefanie Sycholt, nach dem Roman "Themba" von Lutz van Dijk. Kamera: Egon Werdin. Schnitt: Hansjörg Weissbrich. Szenenbild: Egbert Kruger. Kostümbild: Diana Cilliers. Musik: Annette Focks.

Darsteller: Nat "Junior" Singo (Themba, 16), Patrick Mofokeng (Luthando), Emmanuel Soqinase (Themba, 12), Simphiwe Dana (Mandisa), Anisa Mhlungula (Nomtha, 13), Mihle Mtakati (Nomtha, 9), Kagiso Mtetwa (Sipho, 16), Melenbatu Maxhama (Sipho, 12), Anelisa Phewa (Andile Khumalo), Jens Lehmann (Big John) u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Der 11-jährige Themba lebt mit seiner Mutter Mandisa und seiner jüngeren Schwester Nomtha in armen Verhältnissen in einem kleinen Dorf im Eastern Cape, Südafrika. Seine große Leidenschaft gilt dem Fußball: Er nutzt jede Gelegenheit, um mit seinem besten Freund Sipho zu kicken und den Vorbildern Zidane, Ronaldo oder den südafrikanischen Stars wie Andile Khumalo nachzueifern. Gemeinsam mit seinen Fußballfreunden gründet Themba die "Lion Strikers".

Als ihre Mutter ihn und seine Schwester Nomtha mit ihrem arbeitslosen und trinkenden Freund Luthando zurück lässt, um in Kapstadt Geld für sich und ihre Kinder zu verdienen, bietet die Beschäftigung mit Fußball für Themba bald die einzige Chance, seine Sorgen zu vergessen.

Bei einem Jugendturnier wird der Leiter der "All Star Academy", John Jacobs, auf den talentierten Themba aufmerksam und gibt ihm seine Visitenkarte. Für Themba scheint ein Traum wahr zu werden. Zurück in seinem Dorf holt ihn die Realität wieder ein. Als der volltrunkene Luthando eines Abends die kleine Schwester Nomtha bedrängt, stürzt sich Themba auf ihn. Er verliert den Kampf und geht bewusstlos zu Boden. Als er wieder erwacht, begreift er, dass Luthando ihn vergewaltigt hat.

Am nächsten Tag macht er sich mit seiner Schwester auf die Reise in die Metropole Kapstadt, um dort nach ihrer Mutter zu suchen. Als sie Mandisa finden, ist die Freude nur von kurzer Dauer: Sie ist schwer krank, nachdem sie sich bei Luthando mit dem HI-Virus infiziert hat. Themba muss nun Geld für die kleine Familie verdienen und erinnert sich an John Jacobs und seine Visitenkarte.

Jacobs zögert nicht lange und lädt ihn zum Training ein. Durch seine gute Leistung wird Themba in die "All Star Academy" aufgenommen. Dort erkennt ein Reporter sein Talent und Themba bekommt seinen ersten Artikel in "Laduma", der wichtigsten Fußballzeitung des Landes. Inzwischen ist auch der Trainer der Jugend-Nationalmannschaft Bafana Bafana auf den jungen Spieler aufmerksam geworden, und nichts scheint einer großen Fußballer-Karriere im Weg zu stehen - Themba kann sein Glück kaum fassen. Einen Tag, bevor er das erste Mal als Zuschauer auf der Reservebank bei einem Nationalspiel von Bafana Bafana dabei sein darf, erfährt er, dass auch er HIV-positiv ist. Ist das das Ende seiner Träume?

Quelle: Alpha Medienkontor (Presseheft, S. 3)

Auszeichnungen

  • 21. Filmfest Emden-Norderney 2010 (06.06.2010): Bernhard Wicki-Preis & 13. DGB-Filmpreis

Herr K. meint ...

Was für ein bescheuertes Filmplakat ... Ex-Fußball-Nationaltorhüter Jens Lehmann soll offensichtlich als Publikumsmagnet fungieren. Ob das hilft, kann stark bezweifelt werden (und falls doch, werden die Erwartungen sicher enttäuscht, denn Lehmann spielt nur eine kleine Nebenrolle).

"Themba" ist (leider!) kein Sport- bzw. Fußball-Film (die Fußball-Sequenzen sind - mit Ausnahme der schönen Titelsequenz - lausig), sondern (leider!) bildungsbürgerlich-sozialkritisches Problem-Kino. Einige der abgespulten Themen in alphabetischer Reihenfolge: Afrika, AIDS, Erwachsen werden, Familie, Freundschaft, Sexualität etc. Das zeigt sich übrigens bereits darin, dass der Verlag an der Ruhr Material zum Roman anbietet (Stichwort: Schwellenunterricht). Und dass Lutz van Dijk, der Autor der literarischen Vorlage, früher als Lehrer tätig war, ist da nur das i-Tüpfelchen ...

P.S.: Beim diesjährigen DGB-Filmgespräch im Rahmen des Filmfests Emden-Norderney habe ich die nominierten Filme vorgestellt. "Themba" gehörte definitiv nicht zu meinen Favoriten (wie Sie den obigen Zeilen sicher schon entnommen haben) ;-)

Literaturhinweise

  • DIJK, Lutz van (2006). Themba. München: cbj. [DNB]
  • DIJK, Lutz van (2008). Themba. München: cbt. [DNB]
  • ALBRECHT-HERMANNS, Marc & SCHÖNFELD, Daniel (2009). Themba. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr (Literatur-Kartei PLUS). [DNB]
  • SCHÖNFELD, Daniel (2009). Themba. Lehrerhandreichung. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr (Literatur-Kartei PLUS). [DNB]

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