Filmplakat

Der Albaner - Shqiptari (Bildnachweis: Zorro)© Zorro

Der Albaner - Shqiptari

Stab und Besetzung

Originaltitel: Der Albaner - Shqiptari. Internationaler Titel: The Albanian. Kinostart: 28.06.2010 (Filmfest München), 18.01.2011 (Max Ophüls Preis), 04.08.2011 (DE). Verleih: Zorro Film (DE). Länge: 104 Min. (Presseheft) bzw. 107:46 Min. (FSK). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: -

Regie: Johannes Naber. Drehbuch: Johannes Naber. Kamera: Sten Mende. Schnitt: Ben von Grafenstein. Szenenbild: Ina Timmerberg (Szenenbild), Tom Hecker (Art Director). Kostümbild: Juliane Maier. Maskenbild: Kathi Kullack & Sandra Meyer [Maskenbildassistentin]. Musik: Oliver Biehler. Ton: André Zacher.

Darsteller: Nik Xhelilaj (Arben), Xhejlane Terbunia (Etleva), Ivan Shvedoff (Slatko), Amos Zaharia (Ilir), Stipe Erceg (Damir) [in der Reihenfolge der Titelsequenz am Ende], Eva Löbau (Nicola) u.a.

Inhalt

Synopsis (Presseheft):

Dies ist die Geschichte von Arben, der sich vom ärmsten Land Europas in das reichste aufmacht. Arben braucht Geld, um seine große Liebe Etleva zu heiraten und den Bräuchen seiner Heimat zu entsprechen. Aber das gelobte Land hat seine eigenen Gesetze. Nur wer keine Skrupel kennt, setzt sich hier durch. Arben riskiert alles, um seinen Traum vom Leben mit Etleva zu erfüllen.

Quelle: Zorro Film (Presseheft)

Kurzzusammenfassung (Presseheft):

Arben lebt in den Bergen. Mit seinem Vater reist er regelmäßig als Gastarbeiter nach Griechenland, um Geld zu verdienen. Gerade genug, damit die Familie durchkommt. Arbens heimliche Liebe Etleva, die auf einem Hof in der Nähe lebt, wird von ihm schwanger. Doch ihr Vater will zehntausend Euro für die Hochzeit. Arben verspricht ihr, das Geld aufzutreiben. Er geht nach Deutschland. Aber in Deutschland wartet niemand auf Menschen wie ihn. Er hat kein Visum, ist "illegal", spricht die Sprache nicht. Hier ist er nur "Der Albaner". Um zu überleben, fängt er bei einer Reinigungsfirma an, für drei Euro die Stunde. Doch das reicht nicht für die Hochzeit.

Alles ändert sich, als er Slatko trifft, der sich eines Tages mit Lungenentzündung in das Abrisshaus schleppt, in dem Arben schläft. Er rettet seinen neuen Freund, und die Freundschaft öffnet Türen: Er findet Arbeit in der Schlepperbranche. Ein menschenverachtendes Geschäft, riskant, aber lukrativ. Arben ist gut, aber er steht auf der falschen Seite. Sein Chef wird von einem polnischen Rivalen getötet und Arben verliert all sein Geld. Allein und unter Zeitdruck wird ihm klar, dass er nur auf sich selbst zählen kann. Mehr Risiko - mehr Geld. Er überfällt den Polen und raubt ihn aus. Mit Mercedes, feinem Anzug und den Taschen voller Geld kommt er zurück nach Albanien. Aber er kommt zu spät. Etleva wurde von ihrem Vater verstoßen, weil sie ihr Kind nicht weggeben wollte. Doch Arben gibt nicht auf und macht sich auf die Suche.

Quelle: Zorro Film (Presseheft)

Auszeichnungen

  • 32. Filmfestival Max Ophüls Preis (23.01.2011): Max Ophüls Preis

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Der Film erzählt von einem jungen Mann aus dem ländlichen Albanien, der seine ärmliche Heimat verlässt, um im "reichen" Deutschland Geld zu verdienen. Dort aber muss er als Illegaler untertauchen, lebt in ständiger Angst vor der Polizei und muss sich als Arbeiter ausbeuten lassen. Schließlich wird er kriminell. Der ruhig erzählte und mit dokumentarischem Gestus inszenierte Film ist von einer durchgehend bedrückenden Atmosphäre geprägt. Dies betrifft sowohl die archaischen Bräuche im Dorf des Protagonisten als auch seine hoffnungslose Situation in Deutschland. Dennoch sind Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren in der Lage, das sozialkritische Anliegen des Films zu verstehen und entsprechend zu reflektieren, ohne einer emotionalen Überforderung ausgesetzt zu sein. Die kriminellen Handlungen der Hauptfigur werden als Teil einer tragischen Entwicklung dargestellt und nicht heroisiert. Zudem sorgen anrührende Episoden von großer Menschlichkeit und Freundschaft für entlastende Momente und betonen die humanistische Botschaft des Films.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 06.10.11]