Filmplakat

Und dann der Regen - También la lluvia (Bildnachweis: Piffl)© Piffl

Buch-Cover

Eine Geschichte des amerikanischen Volkes (Bildnachweis: Schwarzerfreitag)© Schwarzerfreitag

Und dann der Regen - También la lluvia

Stab und Besetzung

Originaltitel: También la lluvia. Internationaler Titel: Even the Rain. Kinostart: 05.01.2011 (ES, FR), 18.02.2011 (US eingeschränkt), 29.12.2011 (DE). Verleih: Piffl Medien (DE). Länge: 102:05 Min. (FSK) bzw. 104 Min. (Presseheft). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: besonders wertvoll (Begründung).

Regie: Icíar Bollaín. Drehbuch: Paul Laverty. Kamera: Alex Catalán. Schnitt: Ángel Hernández Zoido. Szenenbild: Juan Pedro de Gaspar (Director de arte). Kostümbild: Sonia Grande. Maskenbild: Karmele Soler (Maquillaje), Paco Rodríguez (Peluquería). Musik: Alberto Iglesias. Ton: Emilio Cortés, Pelayo Gutiérrez & Nacho Royo-Villanova (Sonido). Visuelle Effekte: Juanma Nogales (Supervisor de efectos, Twin Pines).

Darsteller: Luis Tosar (Costa), Gael García Bernal (Sebastián), Juan Carlos Aduviri (Daniel / Atuey), Karra Elejalde (Antón / Colón), Raúl Arévalo (Juan / Montesinos), Carlos Santos (Alberto / Las Casas), Cassandra Cianguerotti (María) [in der Reihenfolge der Titelsequenz] u.a. Synchronsprecher: Torsten Michaelis (Costa) u.a.

Inhalt

Synopsis (Presseheft):

Der junge spanische Regisseur Sebastián, idealistisch und filmbesessen, will den großen, wahrhaftigen Film über Kolumbus drehen: nicht den heroischen Entdecker zeigen, sondern die brutale Eroberung eines Kontinents, die Gier nach Gold, die Ermordung und Versklavung der indianischen Bevölkerung, ihren Widerstand.

Weil das Budget äußerst knapp ist, hat Sebastiáns Produzent Costa das bolivianische Cochabamba als Drehort ausgewählt. Das liegt zwar in den Anden, weit entfernt von der Karibik, dem historischen Ankunftsort von Kolumbus. Aber die Produktionskosten sind äußerst günstig, sogar die Gagen der indianischen Statisten für die spektakulären Massenszenen kann man sich hier leisten.

Die Dreharbeiten laufen ausgezeichnet, bis in Cochabamba soziale Unruhen ausbrechen. Die Wasserversorgung der Region wurde an einen internationalen Konzern verkauft, der nach rigorosen Preiserhöhungen nun sogar das Auffangen von Regenwasser untersagt hat. Die Proteste der lokalen Bevölkerung eskalieren zum offenen Aufstand.

Die spanische Filmcrew um Sebastián und Costa kann den aktuellen Konflikten nicht ausweichen: Ausgerechnet ihr indianischer Hauptdarsteller Daniel ist einer der Anführer des Wasseraufstands.

Quelle: Piffl Medien (Presseheft)

Auszeichnungen

  • 25. Goya (13.02.2011): Bester Nebendarsteller (Karra Elejalde), Beste Filmmusik (Alberto Iglesias) u.a.

Kirchliche Filmempfehlungen:

  • Jury der Ev. Filmarbeit: Film des Monats 01/2012 (PDF)

Herr K. meint ...

Die spanisch-mexikanisch-französische Koproduktion ist Howard Zinn gewidmet, dem 2010 verstorbenen Historiker, der sich u.a. mit seiner (US-) "Geschichte von unten" verdient gemacht hat. Das Drehbuch stammt von Paul Laverty, der damit beim spanischen Filmpreis ("Goya") leider "Buried" unterlag.

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Das Polit-Drama erzählt von einem spanischen Filmteam, das bei Dreharbeiten zu einem Film über Kolumbus in Bolivien mit dem Elend der Indios und ihrer Rebellion gegen die Regierung konfrontiert wird. Nach und nach sehen sich die Filmleute gezwungen, Stellung zu beziehen. Der Film verschränkt die Gegenwarts-Ebene mit Film-im-Film-Szenen und spiegelt so die Geschichte der spanischen Konquistadoren in den sozialen Ungerechtigkeiten der Jetztzeit. Die Handlung erfordert aufgrund ihrer Komplexität einiges an historischem Hintergrundwissen, weshalb Zuschauer unter 12 Jahren leicht überfordert werden. 12-Jährige hingegen dürften sowohl die Handlung verstehen, als auch die Dramatik der dargestellten Geschichte und einzelne Szenen mit - zurückhaltend inszenierten - Grausamkeiten ohne übermäßige Belastung verarbeiten. Sie können sich mit den wichtigen Themen des Films auseinandersetzen, was dadurch unterstützt wird, dass die Hauptfiguren im Lauf der Handlung eine nachvollziehbare moralische Entwicklung erleben.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 11.01.12]

Literaturhinweise

  • GILLNER, Matthias (1997). Bartolomé de las Casas und die Eroberung des indianischen Kontinents. Das friedensethische Profil eines weltgeschichtlichen Umbruchs aus der Perspektive eines Anwalts der Unterdrückten. Stuttgart u.a.: Verlag W. Kohlhammer (Theologie und Frieden 12). [DNB]
  • ZINN, Howard (2007). Eine Geschichte des amerikanischen Volkes. Aus dem amerikanischen Englisch von Sonja Bonin. Berlin: Schwarzerfreitag. [Gesamtausgabe]