Filmplakat

Ende der Schonzeit (Bildnachweis: Farbfilm)© Farbfilm

Ende der Schonzeit

Stab und Besetzung

Originaltitel: Ende der Schonzeit. Internationaler Titel: Closed Season. Festivals: 01.07.2012 (Filmfest München). Kinostart: 14.02.2013 (DE). Verleih: Farbfilm Verleih (DE). Länge: 100 Min. (Presseheft, 24 fps) bzw. 103:54 Min. (FSK, 24 fps). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: -

Regie: Franziska Schlotterer. Drehbuch: Franziska Schlotterer & Gwendolyn Bellmann. Kamera: Bernd Fischer. Schnitt: Karl Riedl. Szenenbild: Wolfgang Arens (Szenenbild), Diana Wagner & Anna Luise Weinkamm (Außenrequisite), Tino Lemke (Innenrequisite). Kostümbild: Bettina Weiß. Maskenbild: Beatrice Mendelin (Maske). Musik: Ari Benjamin Meyers. Ton: Kai Lüde & Rainer Gerlach (Ton), Florian Beck (Tonmischung), Rainer Gerlach (Sound Design / Supervisor), Kai Lüde (Dialogschnitt).

Darsteller: Brigitte Hobmeier (Emma), Hans-Jochen Wagner (Fritz), Christian Friedel (Albert), Thomas Loibl (Walter), Rami Hoyberger (Avi), Max Mauff (Bruno) [in der Reihenfolge der Titelsequenz] u.a. Synchronsprecher: Jaron Löwenberg (Avi).

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Ein abgelegener Bauernhof im Schwarzwald 1942. Emma und Fritz sind seit zehn Jahren verheiratet. Die wortkarge, aber gut eingespielte Ehe überschattet der bisher unerfüllte Wunsch nach einem Stammhalter für den Hof, was innerhalb der Dorfgemeinschaft bereits zu Gerede führt. Eines Abends entdeckt der raubeinige Fritz beim Wildern den Juden Albert im Unterholz und bietet ihm kurzerhand ein Nachtlager in der Scheune an. Gegen Emmas Willen schlägt Fritz dem Juden vor, ihm auf dem Hof Unterschlupf zu gewähren. Im Gegenzug soll Albert dem Bauernehepaar bei der täglichen harten Arbeit unter die Arme greifen.

Fritz findet zunehmend Gefallen an dem Flüchtling, dem er, anders als Emma, vorurteilsfrei begegnet. Die sich langsam entwickelnde Männerfreundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als Fritz den jungen Mann um einen besonderen Gefallen bittet. Albert soll an seiner Stelle mit Emma ein Kind zeugen. Unter zunehmenden Druck stimmt Albert schließlich zu, Emma wird die Wahl gar nicht erst gelassen. Aus dem technischen Begattungsvorgang entwickeln sich ungeahnte Gefühle: Emma entdeckt zum ersten Mal in ihrem leben [sic!] die Leidenschaft, Fritz die Eifersucht und Albert die Willkür. Als sich die Schwangerschaft nicht sofort einstellt, wird das Arrangement zur Zerreißprobe für alle Beteiligten ...

Quelle: Farbfilm Verleih (Presseheft)

Herr K. meint ...

Produktionsnotizen: Der Film ist eine deutsch-israelische Produktion von Eikon Südwest (Produzenten: Philipp Homberg & Christian Drewing) in Koproduktion mit SWR (Redaktion: Stefanie Groß) und Laila Films (Produzent: Itai Tamir).

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Drama über ein Bauernehepaar im Schwarzwald, das während der NS-Zeit einen Juden bei sich versteckt und sich mit ihm anfreundet. Da das Paar bisher kinderlos ist, drängen sie ihn dazu, die Frau zu schwängern, um endlich einen Nachkommen zu haben - mit fatalen Folgen. Die tragische Geschichte ist ruhig und langsam erzählt, weshalb auch junge Zuschauer sie nachvollziehen können. Während Kinder unter 12 Jahren dabei durch den düsteren Grundton, die unterschwellige Spannung und die Grobheit der Hauptfiguren im Umgang miteinander überfordert werden können, sind 12-Jährige bereits in der Lage, sich über einige Entlastungsmomente vom Geschehen abzugrenzen. Sie können die finsteren Aspekte in den Kontext der Handlung und der Zeit einordnen und die Konflikte zwischen den Protagonisten verarbeiten. Da die Geschichte zudem weit von ihrer Lebensrealität entfernt ist, bieten sich ihnen genug Distanzierungsmöglichkeiten, sodass nicht die Gefahr einer Beeinträchtigung besteht.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 17.02.13]