Filmplakat

Elser - Er hätte die Welt verändert (Bildnachweis: NFP)© NFP

Elser - Er hätte die Welt verändert

Stab und Besetzung

Originaltitel: Elser. Internationaler Titel: 13 Minutes. Festivals: 12.02.2015 (Filmfestspiele Berlin), 08.03.2015 (Kirchliches Filmfestival Recklinghausen). Kinostart: 09.04.2015 (DE). Verleih: NFP marketing & distribution (DE). Länge: 113:44 Min. (24 fps (FSK)). FSK: ab 12 Jahren. FBW: besonders wertvoll.

Regie: Oliver Hirschbiegel. Drehbuch: Fred Breinersdorfer & Léonie-Claire Breinersdorfer. Kamera: Judith Kaufmann. Schnitt: Alexander Dittner. Szenenbild: Benedikt Herforth & Thomas Stammer (Szenenbild), Astrid Poeschke (Supervising Art Director), Thomas Neudorfer & Christine Caspari (Art Directors), Daniele Drobny (Set Decorator). Kostümbild: Bettina Marx. Maskenbild: Tatajana Krauskopf, Isanelle Neu & Eva Maletz (Maskenbild). Musik: David Holmes. Ton: Steffen Graubaum (Ton), Srdjan Kurpjel (Supervising Sound Editor), Christian Bischoff (Mischtonmeister), Andy Kennedy (Sound Designer). Spezialeffekte: Dirk Lange, Heinz Ludwig, Sebastian Bulst, Bastian Volkmer & Helmut Neudorfer (Spezial Effekte). Visuelle Effekte: Urs Franzen (VFX Supervisor) u.a.

Darsteller: Christian Friedel (Georg Elser), Katharina Schüttler (Elsa), Burghart Klaußner (Arthur Nebe), Johann von Bülow (Heinrich Müller), Felix Eitner (Hans Eberle), David Zimmerschied (Josef Schurr), Rüdiger Klink (Erich), Simon Licht (SS Obergruppenführer), Cornelia Köndgen (Maria Elser), Martin Maria Abram (Ludwig Elser), Michael Kranz (Franz Xaver Lechner), Gerti Drassel [im Abspann: Drassl] (Lore), Lissy Pernthaler (Protokollführerin), Valentina Repetto (Brunhilde), Anna Unterberger (Anna) [in der Reihenfolge der Titelsequenz], Udo Schenk (Adolf Hitler) u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Während der Jubiläumsrede Hitlers am 8. November 1939 wird ein Mann an der Grenze zur Schweiz wegen des Besitzes verdächtiger Gegenstände festgenommen. Nur Minuten später explodiert im Münchner Bürgerbräukeller unmittelbar hinter dem Rednerpult des "Führers" eine Bombe und reißt acht Menschen in den Tod. Der Mann ist Georg Elser (...), ein Schreiner aus dem schwäbischen Königsbronn. Als man bei ihm eine Karte des Anschlagsortes und Sprengzünder findet, wird er dem Chef der Kripo im Reichssicherheitshauptamt Arthur Nebe (...) und dem Gestapochef Heinrich Müller (...) zum Verhör überstellt. Von ihnen erfährt Elser, dass sein Vorhaben gescheitert ist - dass der Mann, den er töten wollte, um das Blutvergießen des gerade begonnenen Weltkriegs zu verhindern, den Bürgerbräukeller 13 Minuten vor der Explosion verlassen hat. Tagelang wird Elser von Nebe und Müller verhört, tagelang hält er ihren Fragen stand. Bis er schließlich gesteht - und die Geschichte seiner Tat schildert. So erinnert sich Elser, wie der Nationalsozialismus langsam in seinem Heimatdorf metastasierte. Wie er versuchte, sich gemeinsam mit seinem besten Freund Josef Schurr (...) und wenigen anderen dagegenzustellen. Wie er Elsa (...) kennen lernte, sich in sie verliebte, sich wegen seiner Pläne aber von ihr, seinen Freunden und seiner Familie abwenden musste. Und wie er schließlich handelte - wie er die Bombe baute und am Anschlagsort in nächtelanger Arbeit einbaute. Er, der seine Tat ganz allein beging, wie er Nebe und Müller immer wieder beschwört, die ihn foltern, um Hintermänner zu finden. Nach den Verhören kommt er in die KZs Sachsenhausen und Dachau, wo Georg Elser schließlich auf Befehl Hitlers am 9. April 1945 ermordet wird - nur wenige Tage vor Ende des Krieges.

Quelle: NFP marketing & distribution (Presseserver)

Auszeichnungen

Kirchliche Filmempfehlungen:

  • Katholische Filmkritik: Kinotipp 281/April 2015

Produktionsnotizen

Der Film ist eine Produktion von Lucky Bird Pictures (Produzenten: Boris Ausserer & Oliver Schündler) in Koproduktion mit SWR (Produzenten: Manfred Hattendorf & Michael Schmidl), ARD Degeto (Produzentin: Christine Strobl), BR (Produzentin: Claudia Simionescu), WDR (Produzent: Götz Bolten), ARTE (Produzent: Andreas Schreitmüller), Delphi Medien (Produzent: Fred Breinersdorfer) und Philipp Filmproduction (Produzent: Philipp Hoepp).

Filmzitate

Texttafeln am Ende des Films:

Wenige Tage danach, am 29. April 1945, wurde das KZ Dachau befreit. / Der von Hitler begonnene Zweite Weltkrieg forderte mindestens 55 Millionen Todesopfer. // es dauerte Jahrzehnte, bis Georg Elser als Widerstandskämpfer in Deutschland anerkannt wurde. // Elsa heiratete nach ihrer Scheidung noch zwei Mal. Sie starb am 11.10.1994 in Wiesensteig. / Über ihre große Liebe zu Georg Elser kam sie nie hinweg.

Texttafel im Abspann: Der Film beruht auf historischen Ereignissen. Einzelne Szenen aus dem Privatleben von Georg Elser sind fiktional.

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: 12 - Freigegeben ab 12 Jahren [Prüf-Nr. 149781/K].

FSK (Freigabebegründung):

Biographisches Drama über den Hitler-Attentäter Georg Elser, das sowohl seine Vorgeschichte, die Tat und die Folgen darstellt, als auch seine Gedanken und Beweggründe porträtiert. Der Film ist realitätsnah inszeniert und zeichnet ein nachvollziehbares Bild der Nazizeit, wobei die Figuren klar bestimmten Haltungen zum Regime zugeordnet sind. So finden bereits junge Zuschauer Orientierung in der Handlung. Dennoch können unter 12-Jährige von einigen beklemmenden Szenen überfordert werden, die beispielsweise Verhöre und Folterung durch die Gestapo darstellen. Diese durchaus drastischen, doch nicht explizit ausgespielten Bilder können aber 12-Jährige verarbeiten, da sie bereits über genug Wissen und Medienerfahrung verfügen, um sie in den Kontext einzuordnen. Ihnen bieten sich durch eingestreute Rückblenden und ruhige Passagen ausreichend entlastende Momente, sodass sie das Gesehene reflektieren und sich ohne Beeinträchtigung mit den Themen des Films auseinandersetzen können.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 17.04.15]

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